Der Freundeskreis der Georg-Elser-Schule Königsbronn

Ein Samstag im Sommer; auf dem Sportplatz herrscht ein ungewöhnlich buntes Treiben. Aufgeregte Kinder in lustigen Kostümen versuchen mit ihren Lehrerinnen, das Gewusel zu ordnen. Es ist Kinderfest in Königsbronn. Während die Kinder auf dem Sportplatz Aufstellung nehmen, nutzen die mitgekommenen Großeltern auf dem benachbarten Schulhof der Brenzschule die Zeit bis zum Beginn des Festumzuges für eine erste Tasse Kaffee oder eine erfrischende Apfelschorle. Hier begegnen sie den fleißigen Helferinnen und Helfern „vom Freundeskreis“. Um die Vereinskasse für die nächsten Aktionen aufzufüllen, versorgen sie die Kinderfest-Besucher mit allerlei kühlen Durstlöschern. Am Kaffee- und Kuchen-Stand nebenan werden Arbeit und Einnahmen mit einer Schulklasse geteilt.

So können die Kosten der anstehenden Klassenfahrt von den Familien der Schüler leichter verkraftet werden. Wenn es im Einzelfall doch nicht reicht, organisiert der Klassenlehrer bei Rektor Helmut Breimesser finanzielle Unterstützung aus dem Verfügungskonto des Schulleiters. Regelmäßig aufgefüllt wird dieses „vom Freundeskreis“. Sicherzustellen, dass bei den Klassenfahrten keine Schüler wegen  schwieriger finanzieller Verhältnisse zu Hause bleiben müssen, ist dem Verein seit der Gründung im Mai 1987 ein wichtiges  Anliegen. Eine Ausgrenzung soll vermieden, die Klassengemeinschaft gestärkt werden. Die Förderung der Gemeinschaft ist auch Ziel der Finanzierung von mittlerweile zwei Bussen für die alljährliche Chorfreizeit. Mitfinanziert werden auch die Seminar-Wochenenden der angehenden Streitschlichter. Alles Mosaiksteine aus dem Bereich der Förderung eines guten Miteinanders an der Georg-Elser-Schule.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beschaffung sinnvoller Ausrüstung. Hier wurde in den letzten Jahren hauptsächlich in hochwertige Elektronik investiert. Ein fertig bestückter Medienkoffer mit Beamer und Notebook für den flexiblen Einsatz in allen Klassenräumen und zwei schnelle Farb-Laser-Drucker für den Computer-Schulungsraum schlugen hier mit jeweils 1-2000 Euro zu Buche. Bei der Beschaffung eines zweiten Medienkoffers beteiligte sich die Gemeinde, bei der Digitalkamera für Schüler-Arbeiten half eine Spende der „Jungen Wilden“. Um dem Können der Schulband auch zum richtigen Klang zu verhelfen, fehlten der Verstärkeranlage noch einige wichtige Bausteine und eine professionelle Schulung. Organisiert und mit 3000 Euro finanziert wurde die nötige Ergänzung „vom Freundeskreis“. Letztes Jahr konnte der lang gehegte Wunsch nach zwei Profi-Tischfußball-Geräten verwirklicht werden. Der vierstellige Betrag hierfür kam „vom Freundeskreis“. „Eingekauft“ werden aber auch Künstler, zum Beispiel für pädagogisch wertvolle Theateraufführungen oder alljährliche Aktionstage mit einem Schriftsteller. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren über 30.000 Euro „in die Hand genommen“. Manche Ziele allerdings können mit Geld alleine nicht erreicht werden. Deshalb führt der Freundeskreis der Georg-Elser-Schule auch entscheidende Partner zusammen, um das Schulleben zu bereichern. So zum Beispiel bei der Organisation des mit Fachleuten besetzten Waldpädagogik-Fahrzeuges „Wald-i“. Hier vermittelte der Freundeskreis das Angebot der jährlichen Buchung und Finanzierung durch die örtliche Volksbank an den zuständigen Fachlehrer. Bei seinem Engagement kann der Freundeskreis auf eine breite Unterstützung bauen: Schulleitung, Schülerinnen, Schüler und SMV, Elternbeirat, Gemeinde, Volkshochschule, örtliche Volksbank und ca. 300 Mitglieder bilden mit dem Freundeskreis bei Bedarf eine schlagkräftige Allianz. Zum Beispiel, wenn es um die Gestaltung der Schulhöfe geht. An drei Schul-Standorten sind so mittlerweile unter der fachkundigen Leitung der beiden Vorstände Peter Hanning und Siegfried Truppel intensiv genutzte Holz-Spielgeräte entstanden. Die Gestaltung der Außenbereiche wird auch ein Schwerpunkt der nächsten Aktivitäten sein. Im Zusammenhang mit dem neuen ganztägigen Schulbetrieb und dem geplanten Neubau einer Cafeteria wird sich der Freundeskreis in Absprache mit der Schule und der Gemeinde als Schulträger aktiv an der Ausstattung der Außenbereiche beteiligen.

Insgesamt lässt sich der Einsatz des Freundeskreises der Georg-Elser-Schule Königsbronn zusammenfassen als ideelles und finanzielles Engagement, wo nötig unbürokratisch für den Einzelnen, im Idealfall mit möglichst breiter Wirkung; immer mit dem Ziel der Förderung des Gemeinsinns und der Bereicherung des Lebensraums Schule.

Auf Schritt und Tritt begegnet man an den fünf Standorten der Georg-Elser-Schule Königsbronn dem oft stillen und selbstverständlich gewordenen Wirken „vom Freundeskreis“. Um dieses Wirken fortsetzen zu können, bauen die treibenden Kräfte der Vorstandschaft auf eine weiterhin breite Basis tatkräftiger und finanzieller Unterstützung. So, wie beim alljährlichen Kinderfest.