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Eine besondere Tradition wird in Königsbronn seit Jahrzehnten gepflegt und von einer Generation zur nächsten weitergegeben: das Kränzlesingen, dessen Geschichte ins 14. Jahrhundert zurückgeht.

Auf Beatrix von Schlüsselberg, die in der Klosterkirche Königsbronn begraben ist, geht wohl der Begriff der Saure-Gurken-Zeit zurück. Er beschreibt die Zeit zwischen Juni und August, als früher die Vorräte aufgebraucht, die neue Ernte noch nicht eingefahren war, und vor allem die Kinder hungerten.

Die Edelfrau verordnete eine Kinderspeisung und hielt dies als dauerhafte Verpflichtung für die Untertanen in ihrem Testament fest. Als dies die Dorfbewohner einst einmal vergaßen, läutete nachts, wie von Geisterhand die Betglocke. Die Königsbronner gelobten Besserung. Und pflegen seitdem ihren Brauch. Jahr um Jahr – jedoch in der Adventszeit – backen Schüler der Werkrealschule aus Hefeteig die Kränzle, die am Abend an die Grundschüler bei Kränzlesingen in der Klosterkirche ausgeteilt werden.